Buddhafiguren für das Wohnzimmer?

Buddhafiguren erfreuen sich derzeit in Deutschland großer Beliebtheit. Nicht nur Buddhisten stellen sie in ihren Wohnungen oder Gärten auf. Auch Fans von Asienurlauben, der asiatischen Kulturen und von Meditation verwenden Buddhafiguren um fernöstliche oder meditative Stimmung in ihr Heim zu bringen. Die bequem sitzenden und meditierenden Figuren strahlen Freundlichkeit und Gemütlichkeit aus. Sie sind dekorativ und erregen kaum bei irgendjemandem Anstoß. Dennoch sollte der Buddha aber mit einem gewissen Respekt behandelt werden und nicht einfach nur als bloßes Dekorationsmaterial gesehen werden. Buddhafiguren sind nicht nur Ausdruck der asiatischen Kultur, sondern auch religiöse Symbole und Abbild eines verehrten Religionsgründers, der ebenso viel Respekt verdient hat wie Jesus oder Mohamed.

Die Geschichte der Buddhafiguren

Buddhafiguren sind Darstellungen von Siddhartha Gautama, dem Buddha. Er war der Gründer und Lehrmeister des Buddhismus, wie Jesus Christus Gründer des Christentums und Mohammed Gründer des Islam war. Sie wurden jedoch weder zu seinen Lebzeiten noch unmittelbar nach seinem Tod verwendet und stellen daher eher Symbole als realistische Abbilder des historischen Buddhas dar. Die frühesten nachgewiesenen Exemplare wurden im ersten und zweiten Jahrtausend nach Christus im heutigen Afghanistan und im Norden Indiens hergestellt. Es bestehen jedoch auch Aufzeichnungen die andeuten, dass möglicherweise bereits 300 Jahre vor Christus Buddhadarstellungen existierten.

Woran erkennt man Buddhafiguren?

Zumeist wird der Buddha im Lotussitz sitzend und meditierend dargestellt. Es sind aber auch stehende und liegende Darstellungen möglich. Er ist stets bekleidet und das Geschlechtsteil ordnungsgemäß bedeckt. Seine Augen sind meistens nur halb geöffnet und die Finger verlängert dargestellt. Am Hinterkopf trägt er einen Haarknoten als Zeichen der Erleuchtung. Die Ohrläppchen sind durchstochen und hängen herab, wie es durch Ausdehnung durch das Tragen schwerer Ohrringe üblich ist. Zumeist ist seine Gestalt ausgewogen, weder zu dünn noch zu dick. In China und Japan wird der Buddha jedoch manchmal auch rund und wohlgenährt dargestellt, was ihm einen besonders gemütlichen Ausdruck verleiht der diese Variante des Buddhas in Europa besonders beliebt macht.

Buddhafiguren heute

Buddhafiguren dienen Anhängern des Buddhismus als Erinnerung an die Lehren seiner Religion. Sie sollen ihm helfen, den Weg zur Erleuchtung zu finden. Eine Buddhastatue zu errichten gilt als gute Tat die einen positiven Einfluss auf die Wiedergeburt hat. Daher sollte ihnen entsprechender Respekt entgegengebracht werden. Dennoch ist es auch in Deutschland modern Buddhafiguren oder auch nur ihre Köpfe im Wohnzimmer oder im Garten aufzustellen um sich als modern oder weltoffen zu demonstrieren ohne tatsächlich Anhänger des Buddhismus zu sein. Der Buddhismus betrachtet das nicht als Entweihung eines heiligen Symbols, aber dennoch sollten Sie nicht vergessen, dass Sie es mit einem großen spirituellen Lehrmeister zu tun haben, wenn Sie sich eine Buddhafigur aufstellen möchten.

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